ARCHES

Zusammenfassung

Die digitale Revolution hat es erlaubt, neue digitale Ressourcen im Bereich des kulturellen Erbes zu schaffen. Jedoch sollten diese Techniken nicht nur für sich selbst stehen, sondern vielmehr als ein Mittel für die Europäischen Bürger betrachtet werden, ihr kulturelles Erbe neu zu erleben.

Das Projekt ARCHES hat sich zum Ziel gesetzt, vor allem Menschen mit besonderen Bedürfnissen den Zugang zu kulturellem Geschehen zu erleichtern. ARCHES bedeutet Accessible Ressources for Cultural Heritage EcoSystems. Das heißt demnach auf Deutsch: Barrierefreie Informationsträger zur Vermittlung kulturellen Erbes. 13 namhafte Partner aus ganz Europa haben sich zu einer Forschungsgruppe zusammengeschlossen.

ARCHES beschäftigt sich mit Wahrnehmung, Erkennung, Erinnerung und Verständigung. Mit Hilfe modernster Anwendungssoftware, Webseiten, Apps, Videospielen und mehr werden neue multisensorische Technologien entwickelt, die Menschen mit besonderen Bedürfnissen für die Teilhabe am kulturellen Geschehen unterstützen und begeistern sollen. Bei den Forschungsanalysen werden Menschen mit Seh-, Gehör- und kognitiver Beeinträchtigung aktiv mit einbezogen. Schritt für Schritt werden im Laufe von drei Pilotversuchen deren Erfahrungen und Anregungen zur Umsetzung der neu zu entwickelnden Technologien herangezogen, um so deren bestmögliche Qualität zu erzielen.

Die neu zu entwickelnden Programme werden in Zusammenarbeit mit sechs europäischen people touching sculpturesMuseen erfolgen und validiert. Dadurch soll auch die Erreichbarkeit einer breiteren Zielgruppe (z. B. Kinder, ältere Personen und andere Randgruppen) bzw. anderer Bereiche wie Tourismus und schulische Bildung garantiert werden.

Eine online zugängliche Softwareplattform und Anwendungen für tragbare Geräte, die alle Sinne ansprechen, werden die Basis der Entwicklungsarbeit bilden. Dabei werden modernste Technologien – z. B. Computer-gestützte Wahrnehmung, Avatars, moderne Druckverfahren und Modelle, kontext-sensitive taktile Audioguides, Metadaten und fortgeschrittene Bildverarbeitungstechniken –genutzt. Die Museen werden dabei eine wesentliche Rolle spielen, indem sie Inhalte adaptieren und das kulturelle Erbe den Zielgruppen entsprechend aufbereiten werden.